Herr Finsterle lässt Film für Betriebsprüfer drehen

23. August 2010 | Geschrieben von

finsterle_01Der Inhaber einer Pizzeria hatte vergeblich versucht, sich mit dem Finanzamt im Rahmen der Betriebsprüfung auf eine Umsatzzuschätzung wegen formal falscher Kassenführung zu einigen. Die von der Betriebsprüfung angewandte Schätzmethode mit den durchschnittlichen Rohgewinnsätzen der Richtsatzsammlung des Finanzamtes kam zu abenteuerlichen Ergebnissen, welche hohe Steuernachforderungen ausgelöst hätten. Den Ruin vor Augen bat er Bekannte um Hilfe, die ihn an uns empfohlen haben. Da sich im weiteren Verlauf die Betriebsprüfung auch uns gegenüber hartnäckig geweigert hatte zur Klärung der unterschiedlichen Auffassungen einen Termin vor Ort in der Pizzeria durchzuführen, haben wir unserem Neumandanten empfohlen einen Videofilm zum Thema Pizzabacken mit unterschiedlichen Mehlmengen zu drehen und dem Finanzamt zur Ansicht zu überlassen. Nach Auswertung des Filmes durch das Finanzamt wurde die Steuernachforderung um 85% (= 17.000 Euro) gemindert. Der Restbetrag (15% = 3.000 Euro) wurde von unserem Mandanten zu Recht akzeptiert, da er die Kasse formal falsch geführt und ihn sein damaliger Steuerberater nicht auf diesen Mangel hingewiesen hatte. Deshalb durfte das Finanzamt Sicherheitszuschläge schätzen, aber eben nur in angemessener Höhe.

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